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Tote 13-Jährige litt an Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Von nachrichten.at/apa, 14. Oktober 2019, 19:26 Uhr
Polizei
(Symbolfoto) Bild: APA

KREMS. Nach dem Tod einer 13-Jährigen im Waldviertel hat die Staatsanwaltschaft Krems am Montag Details bekanntgegeben.

Laut Sprecher Franz Hütter litt das Mädchen an einer chronischen Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Die Eltern sollen die Krankheit aus religiösen Gründen nicht behandeln haben lassen und sitzen nun wegen des Verdachts des Mordes durch Unterlassung in Untersuchungshaft.

Die Jugendliche starb am 17. September, bestätigte Hütter einen Bericht des ORF Niederösterreich. Laut einem "Vorab-Ergebnis" der angeordneten Obduktion dürfte die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung der Grund für den Tod der 13-Jährigen gewesen sein, hieß es seitens der Staatsanwaltschaft. Das schriftliche Obduktionsgutachten war am Montag ausständig. Die Krankheit des Mädchens sei bei entsprechender Behandlung jedenfalls "beherrschbar gewesen", sagte Hütter: "Das Unterlassen der Eltern ist kausal für den Todeseintritt."

Das Paar soll der 13-Jährigen im Haus der Familie beim Sterben zugesehen haben. Dazu seien die beiden auch geständig, sagte Hütter. Die beiden Verdächtigen wurden bereits Ende September festgenommen. Offen blieb, zu welcher religiösen Gruppierung sich die Beschuldigten bekennen. Der Sprecher der Anklagebehörde machte dazu mit Verweis auf Persönlichkeitsrechte keine Angaben. Medienberichten zufolge sollen die beiden den Freikirchen in Österreich angehören.

Laut ORF Niederösterreich war das Mädchen 2017 aufgrund der chronischen Entzündung in ärztlicher Behandlung. Dass ein Aufenthalt im Wiener Donauspital auf Wunsch der Eltern abgebrochen wurde, kommentierte Hütter auf APA-Anfrage nicht.

Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) bestätigte, dass es in der Vergangenheit zur Familie der 13-Jährigen "lose Kontakte" seitens der Kinder- und Jugendhilfe gegeben habe. "Zuletzt gab es keinen Anlass dafür", betonte die Landesrätin. Die sechs Geschwister der Toten seien nunmehr in einer Betreuungseinrichtung des Landes untergebracht worden und hätten dort "einen sicheren Platz" gefunden.

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