Ein Drittel der Österreicher will heuer einen Ball besuchen
WIEN. Mehr als ein Drittel der Österreicherinnen und Österreicher will heuer zumindest einen Ball besuchen. Pro Person haben sie dafür ein Budget von 250 Euro eingeplant.
"Die Ballsaison ist nicht nur ein kulturelles Highlight, sondern auch ein wirtschaftlicher Motor. Sie bringt in einer sonst eher verkaufsschwachen Zeit wichtige Impulse vor allem für den Modehandel, aber auch für Parfümerien, Juweliere und Blumengeschäfte", erklärte der Sprecher des Handelsverbandes, Rainer Will.
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In einem Consumer Check, für den Repubblika im Auftrag des Handelsverbands mehr als 1.000 Österreicherinnen und Österreicher befragt hat, wollten heuer 29 Prozent der Befragten zumindest einen, weitere fünf Prozent gleich mehrere Bälle besuchen. Damit ist die Zahl der Ballbesucher gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig (von 38 Prozent auf 34 Prozent). Allerdings waren 14 Prozent zum Zeitpunkt der Befragung Mitte Jänner noch unentschlossen. "Angesichts der heuer besonders langen Ballsaison - der Faschingsdienstag fällt auf den 4. März - könnte die Besucherzahl somit noch kräftig steigen", hieß es am Donnerstag in einer Aussendung.
Erstmals ein Jogginghosenball
Neben den klassischen Bällen gibt es heuer auch ein schräges Event: In Wien-Floridsdorf feiert ein wohl vor allem jüngeres Publikum am 1. März zum ersten Mal einen Jogginghosenball. Dresscode: Jogginghosen oder Leggings
Am beliebtesten sind bei den Österreichern Faschings- oder Maskenbälle (32 Prozent), knapp gefolgt von Schul-, Fachhochschul- oder Universitäts-Bällen (30 Prozent). Ebenfalls sehr gerne besucht werden Bälle von Organisationen wie Feuerwehr, Polizei oder Bundesheer (20 Prozent) sowie Bauernbälle (17 Prozent). Stark im Rennen sind außerdem Regional- oder Gemeindebälle (16 Prozent) und Musikerbälle (sieben Prozent).
Wiener sind Ballmuffel
Die fleißigsten Ballgeher sind im Süden des Landes zu finden: In der Steiermark und in Kärnten gaben gleich 39 Prozent der Befragten an, zumindest einen Ball besuchen zu wollen. Fast ebenso viele (38 Prozent) waren es in Tirol und Vorarlberg. Obwohl es in Wien mit 450 Bällen die meisten gibt, sind ausgerechnet hier die größten Ballmuffel zuhause: Nur 29 Prozent der Wiener wollen heuer einen Ball besuchen.
Nach Generationen betrachtet punkteten Ballveranstaltungen vor allem bei der Gen Z (18 bis 28 Jahre), wo heuer 46 Prozent fix zumindest einen Ball besuchen wollen. Fast ebenso viele Ballfans (45 Prozent) gab es bei den Millennials (29 bis 43 Jahre). Bei Angehörigen der Generation X (44 bis 59 Jahre) waren immerhin 29 Prozent vom Tanzfieber befallen, bei den Baby Boomern (60+) waren es 26 Prozent.
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