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Thyssenkrupp: Aktionärsschützer fordern klare Strategie

Von nachrichten.at/apa, 31. Jänner 2025, 10:38 Uhr
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Der Konzern kämpft mit schwacher Nachfrage und will die Stahl-Sparte ausgliedern. Bild: INA FASSBENDER (AFP)

ESSEN. Gut eineinhalb Jahre nach Übernahme des Chefpostens beim kriselnden deutschen Stahlkonzern Thyssenkrupp haben Aktionärsschützer von Vorstandschef Miguel Lopez eine klare Strategie . "Die Aktienkursentwicklung von 7,23 Euro auf 3,48 Euro ist alarmierend".

Das sagte der Experte der Fondsgesellschaft DWS Investment, Hendrik Schmidt, am Freitag anlässlich der virtuellen Thyssen-Hauptversammlung. Ein Verlust von mehr als 50 Prozent sei ein deutliches Signal dafür, dass strategische Entscheidungen und operative Maßnahmen bisher nicht die erhoffte Wirkung zeigten. "Wir erwarten von Ihnen, sehr geehrter Herr Lopez, sowie vom gesamten Vorstand ein klares Konzept, wie Sie das Vertrauen des Kapitalmarkts zurückgewinnen möchten."

Chef seit Mitte 2023

Lopez hatte Mitte 2023 die Führung bei Thyssenkrupp übernommen. Mit Unterstützung insbesondere von Aufsichtsratschef Siegfried Russwurm und gegen die zum Teil heftige Kritik der Arbeitnehmerseite versucht er, den Ruhr-Konzern auf Rendite zu trimmen. Im Mittelpunkt steht die Verselbstständigung des Stahlgeschäfts und der Marine-Sparte. Ein Durchbruch ist ihm bis jetzt nicht gelungen. Beim Stahl verhandelt er seit Monaten mit dem tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky nach dem Verkauf eines Anteils von 20 Prozent über ein Paket von weiteren 30 Prozent. Gespräche mit dem US-Investor Carlyle Group über einen Verkauf der Marine-Sparte sind gescheitert. Derweil schreibt der Konzern unter dem Strich weiter Verluste - für das Geschäftsjahr 2023/24 steht ein Fehlbetrag von 1,45 Mrd. Euro in den Büchern.

Viel "heiße Luft"

"Das vergangene Jahr war wieder einmal ein verlorenes Jahr für uns Thyssenkrupp-Aktionäre", kritisierte der Leiter Nachhaltigkeit und Corporate Governance bei Deka Investment, Ingo Speich. Alle Hoffnungen auf eine Erholung hätten sich nicht realisiert. "Das Vertrauen des Kapitalmarkts in die Strategie und deren Umsetzung ist weg." Der Umbau von Thyssenkrupp habe sich nicht beschleunigt, im Gegenteil: Es herrsche Stillstand. "Sie machen es wie Ihre Vorgänger: viel versprechen und nicht liefern. Mit Pauken und Trompeten antreten und dann kommt nichts heraus als heiße Luft."

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1  Kommentar
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FearFactory (503 Kommentare)
am 31.01.2025 10:48

Hier wird ein totes Pferd geritten. Das Ende von TKS, wie auch immer, ist nur eine Frage der Zeit.

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