Sigur Rós und fast 9.000 Fans trotzten Wind und Wetter
LINZ. Die erste Ausgabe des "Ahoi Full Hit of Summer"-Festivals in Linz war ein Riesenerfolg - 2017 wird auf zwei Festivaltage ausgebaut.
Selten nur gingen Wetter und Musik eine derart stimmige Symbiose ein, wie beim famosen Auftritt der isländischen Melancholiker Sigur Rós am Dienstag im Linzer Donaupark. Donnergrollen, Wind und Schnürlregen begleiteten die ersten Songs (darunter die neue Single "Óvedur") der Headliner des "Ahoi Full Hit of Summer"-Festivals, danach wurde es ruhiger und etwas freundlicher.
Eine wunderbare meteorologische Metapher für die Musik der Band um Jónsi Birgisson, deren Lieder majestätisch an- und abschwellen, geschickt besinnliche Ambient-Sounds mit treibenden Beats vereinen. Gepaart mit wunderschönen Lichteffekten und Videos, verzauberten elegische Lieder wie "Glósóli", "Kveikur" oder "Popplagid" die fast 9.000 Fans, die für das Ausharren im quasi-isländischen Sauwetter reichlich entlohnt wurden. Ein audiovisuell-akustischer Schmankerl der Extraklasse!
Von beinahe ebenso hoher Qualität gerieten die anderen Auftritte des Tages: Beirut begeisterten mit einer lässigen Folk-Mariachi-Weltmusik-Melange und den Hits "Elephant Gun" und "Santa Fe", während der isländische Songwriter Ásgeir mit zarten, wie hingetupft wirkenden Balladen euphorisierte, darunter ein Cover von Nirvanas "Heart Shaped Box". Auch fein: der Electro-Pop von Poliça und das Anton Bruckner Streichquintett, das mit dem "Streichquintett F-Dur WAB 112" einen herrlichen Festival-Tag eröffnete.
Eine Fortsetzung ist fix. 2017 wird das "Ahoi Full Hit of Summer" sogar auf zwei Tage ausgeweitet.
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