Mord an Michelle: Saber A. bleibt bei Unfallversion
STEYR. Knapp sechs Wochen nach dem Mord an der 16-jährigen Michelle F. aus Steyr bleibt der 17-jährige Beschuldigte Saber A. weiterhin bei seinen bisherigen Angaben, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Steyr, Andreas Pechatschek, auf Anfrage der OÖN.
Der junge Afghane hat bisher zwar jenen tödlichen Messerstich in den Rücken seiner Freundin zugegeben. Dieser sei allerdings bereits am Samstag und auch nicht vorsätzlich passiert, vielmehr sprach der junge Asylwerber von einem "Unfall".
Wie berichtet, wurde Michelles Leiche am späten Sonntagabend des 9. Dezember zuhause in ihrem Kinderzimmer in einem Mehrparteienhaus in Steyr-Münichholz von Familienangehörigen entdeckt. Saber A. gelang zunächst die Flucht, konnte aber zwei Tage nach Auffinden der Leiche in Wien gefasst werden. Tags darauf wurde die U-Haft über den Beschuldigten verhängt.
Die bei der ersten Haftprüfungsverhandlung festgelegte Untersuchungshaft dauert noch bis 21. Jänner. Weil die Haftgründe dringender Tatverdacht, Verdunkelungsgefahr sowie Fluchtgefahr nicht ausgeschlossen werden konnten, war damals die Haft um einen Monat verlängert worden. Einen Termin für die nächste Haftprüfungsverhandlung gibt es laut Pechatschek noch nicht.
Die Staatsanwaltschaft warte derzeit noch auf den Abschlussbericht und die letzten Ergebnisse der Ermittler. (nieg)